MailArt war gerade in der Zeit des kalten Krieges für viele Menschen in kommunistisch regierten Ländern die einzige Möglichkeit zum Kontakt nach außen. Unabhängig davon war MailArt nichts anderes als ein Kunstaustausch, der über den Briefweg erfolgte. Da lag es für kreative Menschen nahe, die eigene Post auch mit eigenen Briefmarken zu schmücken. Wobei weder der Test der Post, noch das Sparen von Postwertzeichen im Vordergrund standen. Der Brief sollte ja ankommen, Künstlerbriefmarken im Sinne dieser MailArt wurden/werden immer zusätzlich zum normalen Porto aufgeklebt. Aber man wird es nicht ausschließen können, dass einige den "Kick" brauchen.

Meine Definition: "Eine Künstlerbriefmarke im Sinn der MailArt ist eine Meinungsäußerung eines Künstlers auf kleinstem Raum. Die dazu verwendeten Techniken reichen vom Gummistempel (sogar mehrfarbig) bis über die rein kopierte Marke bis hin zur Unikatbriefmarke, die teilweise oder komplett händisch hergestellt wurden."

Das Spektrum der erfassten Themengebiete reicht von der persönlichen Meinungsäußerung, politischer, kultureller Natur bis hin zu den verschiedensten künstlerischen Richtungen, die man sich vorstellen kann.

MailArt war, wenn Sie so wollen, der Vorläufer des Internets in der damaligen Zeit und lebt aber auch heute noch weiter, trotz schneller Computer.

GJW